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Josef Floh

Josef Floh ist bekannt für Hochstand –  Hirschkalbsrücken mit Sellerieschaumrolle und gefülltem Bratapfel. Er ist Anhänger des Fußballklubs Austria Wien und Gastwirt in Langenlebarn an der Donau. Wenn es nach ihm ginge, wäre das alles, was über den in absehbarer Zeit Mittdreißiger zu sagen ist.

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     Foto: © www.derfloh.at  

Geboren am 02.12.1971 in Tulln

Tatsächlich gibt es da ein bisschen mehr: Denn Josef Floh hat in den Jahren, seit er den elterlichen Betrieb übernommen hat, etwas ziemlich Einzigartiges geschafft: Er hat aus einem klassischen Dorfwirtshaus eine Pilgerstätte für Weinenthusiasten gemacht, ein hoch dekoriertes Feinschmeckerrestaurant, eine Fördereinrichtung für österreichischen Winzernachwuchs und außerdem eine Art Fußballstadion – und dabei ist die Gastwirtschaft Floh in Langenlebarn vor allem eines geblieben: ein klassisches Dorfwirtshaus mit Stammtisch, Sparverein und Frühschoppen.

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     Foto: © www.derfloh.at  

Dem Charme dieses in seiner Unverwechselbarkeit prototypischen Wirtshauses zu erliegen ist sehr einfach. Das liegt zunächst an der Küchenphilosophie, die der Floh selbst auf seiner Website www.derfloh.at „mit neuneinhalb Worten“ selbst so beschreibt: „Ehrlich bodenständig, und wenn´s passt mit pfiffigen Ideen gewürzt.“ Die praktische Umsetzung dieser Philosophie umfasst etwa das bodenständige Flohgulasch mit Hauswürstl, das legendäre Kalbszüngerl oder das Backhenderl mit seinem Ei und reicht bis zu Kreationen wie Spargeltorte mit Tatar von der Haimel-Lachsforelle.

Freilich legt der Floh dabei allerhöchsten Wert auf die Saisonalität der Produkte – und auf ihren Ursprung. Die Lieferanten, zumeist kleine landwirtschaftliche Betriebe aus der näheren Umgebung, sind handverlesen: Der Fisch kommt vom Haimel, der Spargel von Hermi Kammermayer aus Zaina , die Wiesenenten vom Gerhold aus Pixendorf. „Es gibt für einen Bauern in der Region kaum eine größere Ehre, als auf der Liste der Lieferanten beim Floh zu stehen“, sagt etwa Erni Fritz aus Wildendürnbach.

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     Foto: © www.derfloh.at  

Beruflicher Werdegang
WIFI - st-pölten – Berufsausbildung 
1988 Praktikum im Restaurant Tischlerwirt, Reith bei Kitzbühel
1989 – 1992 Zur traube feuersbrunn
1992 – 1993 Residenz Heinz Winkler, Aschau 3 sterne deutschland

Er ist Mitglied in JRE Austria , Nö Wirtshauskultur sowie bei Donau-Fisch-Wein

Er wird in folgenden Guides angeführt!

• A la Carte
• Gault Millau 
• Fallstaff
• Schlemmeratlas

Gerichte aus seinem Repertoire:

Leichte Küche - OX-Herz-Karotte geschmort mit Zweigelt-Traubenkernöl
* * *
Regionale Küche - Bio-Beluga-Linsen mit Williamsbirne & Mangalitza-lardo
* * *
Wildgerichte - „Auschwein-Cocktail" im Glas
* * *
Fischgerichte - "RB6" - Tatar vom Haimel-Saibling mit U-Murke und Sauerrahm

Interview an den Chefkoch:

Wie würden Sie Ihren Kochstil bezeichnen?
Einzigartig, Innovativ , selbstständig, Radius 66, immer auf der Suche nach tollen Lebensmittel aus dem Radius 66., Gesundheit = Ernährung - Kochen nach den 5 Elementen

Haben Sie ein Lieblingsgericht?
Nein

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie gern einmal am Herd stehen?
Rudi Kellner - Patron vom Altwienerhof - leider bereits verstorben.

Warum ist Koch Ihr Traumberuf?
Das wichtigste im Leben neben Gesundheit ist die Freude am Leben - die bekomme ich zu großen Teilen durch das Kochen.

Wer oder was hat Sie bei Ihrer beruflichen Entwicklung geprägt?
Kontakt zu den Bauern,
Erich Stekovics. - Paradeis-König aus Frauenkirchen,
Dr. Peter Breitschopf - bereits verstorbener einziger anerkannter Gourmetjournalist Österreichs.
Alois Kracher - bewundernswerter Mensch mit Bodenhaftung - auch bereits verstorben.

Weitere Information

Koch.Campus 2013

Quelle www.derfloh.at

Quelle: Autor:

Veröffentlicht am 29.09.2009