top
RSS Icon

Lookcook stellt vor


Jacqueline Pfeiffer

Eine junge Frau überzeugt durch Kreativität und Ehrgeiz in Österreichs sonst männerdominierten Welt der Kulinarik.

a_5807_tn_010628_Jacqueline_Pfeiffer_AAA2046.jpg
     Foto: © Grand Hotel GmbH  

Für Jacqueline Pfeiffer war immer schon klar, dass sie von Beruf Koch werden wollte. Bereits als kleines Kind stand sie stundenlang mit ihrer Urgroßmutter am Herd und half begeistert mit. Mit ebenso viel Wille und Überzeugungskraft bewarb sie sich für eine Lehringsausbildung im Grand Hotel Wien. Nach abgeschlossener Lehre im 5-Sterne-Luxushotel sammelte sie Erfahrung im Adlon in Berlin. Von dort ging es weiter ins Park Hotel in Gstaad, ins La maison de Marc Veyrat in Frankreich und schließlich ins Beau Rivage Palace in Lausanne. Von dort führte sie ihre Reise wieder ins Grand Hotel Wien. An Talent und Kreativität mangelte es ihr nie - den Feinschliff gab ihr aber das Arbeiten im Ausland. Die französische Feinheit, ihr Ehrgeiz und ihre Bodenständigkeit verschafften ihr eine Bilderbuch-Karriere: seit April 2003 regiert sie Küche im 2-Hauben-Restaurant Le Ciel. Jacqueline Pfeiffer ist sich sicher, sie ist mit jeder Faser ein 5-Sterne-Restaurant-Koch. Ihre Gäste verwöhnen und herausfordern, in dem sie durch ausgefallene Kombinationen vorgefaßte Meinungen erschüttert und stets mit neuen ausgetüftelten Ideen überrascht - das ist ihr Hochgefühl. Sie liebt die Abwechslung und traut sich ungewöhnliche Kombinationen und Aromenvielfalt zu. In ihrer Freizeit geht sie gerne laufen, skifahren und radfahren.




Müsste man Jacqueline Pfeiffer mithilfe eines Kochrezeptes erklären, so wäre dieses sicherlich kein einfacher Fertig-Snack für zwischendurch. Denn die Chefköchin des Haubenrestaurant Le Ciel im 7. Stück des Grand Hotel Wien lässt sich ebenso wenig anhand gängiger Klischees beschreiben wie ihre Küche. „In der Schule war ich eine Revoluzzerin. Ich habe mich dort überhaupt nicht wohl gefühlt, mich ständig gegen die Lehrer aufgelehnt und schließlich frühzeitig abgebrochen", schmunzelt die vielfach preisgekrönte Chefköchin. „Nur den Kochunterricht, den habe ich schon damals über alles geliebt."

Nicht nur gute Mädchen kommen in den Himmel
„Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse kommen überall hin", lautet ein bekannter Buchtitel. Für Jacqueline Pfeiffer stimmt das nicht ganz, denn obwohl sie in ihren Sturm und Drang Jahren alles andere als „gut" war - im Himmel ist sie dennoch gelandet. „Glücklicherweise habe ich im Grand Hotel Wien eine wirklich gute Lehrstelle bekommen", erinnert sich Jacqueline Pfeiffer. „Im Le Ciel (=Der Himmel) habe ich das Kochen - das echte, hochwertige Kochen - von Grund auf gelernt." Nach dem erfolgreichen Abschluss der Kochlehre führten sie ihre weiteren Karrierestationen nach Deutschland, in die Schweiz und nach Frankreich, bis sie schließlich wieder in das Grand Hotel Wien zurückkehrte und für das Le Ciel mit ihrem ganz eigenen Stil bis zu drei Hauben erkochte.

„Mein Stil lässt sich mit Worten schwer beschreiben", erklärt die Küchenchefin. „Bei mir muss man - im positiven Sinn - auf alles gefasst sein." „[...] Die Küche von Jacqueline Pfeiffer ist von schnörkelloser Eleganz und dem Bemühen geprägt, neue, spannende Geschmacksakkorde auszuloten. Dieser Mut zum Experiment ist die Bedingung für echte Kreativität. [...]", so urteilte der Gourmetführer Gault Millau im Jahr 2011. „Sinnlich", „situationsbedingt" und „ungezwungen" sind die Attribute, die die Köchin selbst am ehesten für ihre Küchenlinie gelten lässt. „Jedes neue Menü, jede neue Karte ist eine Momentaufnahme. Mein persönlicher Entwicklungsprozess hat immer auch direkte Auswirkungen auf meine Küche. Aktuell habe ich bei der Erstellung meiner neuen Sommerkarte gemerkt, dass mich vieles, was bei der letzten Karte noch Gültigkeit hatte, nun gar nicht mehr interessiert. So sind zum Beispiel Kochbücher keinerlei Quellen der Inspiration mehr für mich."

a_5807_tn_010628_Jacqueline_Pfeiffer_Restaurant_Le_Ciel_AAA2126.jpg
     Foto: © Grand Hotel GmbH  

Kochen mit einem Blatt Papier
Hummerravioli mit griechischem Gemüse, Miesmuscheln und Hummersud; Gegrillte Sardinen mit lauwarmen Salat, Olivensabayon und Polenta Cracker; Rindscarpaccio, gebratene Melanzane und konfiertes Obst; Gratinierte Erdbeertarte mit Limettenparfait und Currybaiser - allein schon beim Lesen lassen einem die Gerichte, die Jacqueline Pfeiffer aktuell für ihre Gäste zaubert, das Wasser im Mund zusammen laufen. Woher kommt denn nun aber die Inspiration für diese kulinarischen Höheflüge?

„Die meisten Ideen habe ich, wenn ich mit einem weißen Blatt Papier ohne Stress in einer stillen Ecke sitzen kann. Da sind dann rasch Geschmackskombinationen zu Papier gebracht, die ich aufregend und neu finde", erklärt die Chefköchin, um dann verschmitzt lächelnd hinzu zu fügen: „Noch schneller geht´s natürlich, wenn ich auch noch ein kühles Bier dabei habe".

Die Umsetzung der Ideen findet schließlich gemeinsam mit Sous-Chefin Klementina Aranjos und dem Küchenteam statt. „Bei meinen aktuellen A la carte-Gerichten war keine meine bisherigen Einzel-Erfahrung mehr dominierend. Die verschiedenen Lehrherren und Vorbilder, die Auslandaufenthalte, Strömungen der Zeit oder Trends aus Kochbüchern - das alles ist ein Teil von mir, aber diese einzelnen Prägungen ordnen sich nun erstmals einem größeren Ganzen unter - Cuisine Jacqueline in ihrer pursten Form sozusagen. Das ist ein wirklich aufregender kreativer Prozess."

Ein aufregender kreativer Prozess, der auf den Tellern eines der letzten wirklich traditionellen Gourmet-Restaurants Wiens landet. Sieht sie darin einen Widerspruch? „Ganz und gar nicht. Ich liebe das gediegene Ambiente des Le Ciel. Zumal es in einem Paket kommt mit einem so makellosen Service, wie man es heute nur noch selten erlebt. Kombiniert lassen unsere für sich so unterschiedlichen Elemente Küche, Service und Ambiente einen Besuch im Le Ciel zu dem werden, was sich ein Gast von einem Restaurantbesuch erwarten darf. Ein besonderes Gesamterlebnis abseits des Alltäglichen." www.leciel.at

a_5807_tn_010628_Jacqueline_Pfeiffer_Restaurant_Le_Ciel__AAA2131.jpg
     Foto: © Grand Hotel GmbH  

Aktuelle Auszeichnungen

Falstaff 2011: 92 Punkte
A la carte 2011: 86 Punkte
Gault Millau 2011: Zwei Hauben, 15 Punkte

Aktuelle Kochbücher

Frisch gekocht 2008
Beitrag zum Kochbuch „Wien kocht" von Rolling Pin 
Beitrag zum Kochbuch „Genuss.Reise.Österreich" von Gourmetreise

Aktuelle Gerichte aus Ihrem Reportie 

Rindscarpaccio, gebratene Melanzane und confiertes Obst
Babysteinbutt mit Waldpilzen und Butterkartoffeln

Lammrücken aus Wales mit Minzgelee und grünem Gemüse


Gratinierte Erdbeertarte mit Limettenparfait und Curry Baise

Interview an die Chefköchin:

Wie würden Sie Ihren Kochstil bezeichnen?
Glücklicherweise habe ich im Grand Hotel Wien eine wirklich gute Lehrstelle bekommen", erinnert sich Jacqueline Pfeiffer. „Im Le Ciel (=Der Himmel) habe ich das Kochen - das echte, hochwertige Kochen - von Grund auf gelernt." Nach dem erfolgreichen Abschluss der Kochlehre führten sie ihre weiteren Karrierestationen nach Deutschland, in die Schweiz und nach Frankreich, bis sie schließlich wieder in das Grand Hotel Wien zurückkehrte und für das Le Ciel mit ihrem ganz eigenen Stil bis zu drei Hauben erkochte. „Mein Stil lässt sich mit Worten schwer beschreiben", erklärt die Küchenchefin. „Bei mir muss man - im positiven Sinn - auf alles gefasst sein." „[...] Die Küche von Jacqueline Pfeiffer ist von schnörkelloser Eleganz und dem Bemühen geprägt, neue, spannende Geschmacksakkorde auszuloten. Dieser Mut zum Experiment ist die Bedingung für echte Kreativität. [...]", so urteilte der Gourmetführer Gault Millau im Jahr 2011. „Sinnlich", „situationsbedingt" und „ungezwungen" sind die Attribute, die die Köchin selbst am ehesten für ihre Küchenlinie gelten lässt. „Jedes neue Menü, jede neue Karte ist eine Momentaufnahme. Mein persönlicher Entwicklungsprozess hat immer auch direkte Auswirkungen auf meine Küche. Aktuell habe ich bei der Erstellung meiner neuen Sommerkarte gemerkt, dass mich vieles, was bei der letzten Karte noch Gültigkeit hatte, nun gar nicht mehr interessiert. So sind zum Beispiel Kochbücher keinerlei Quellen der Inspiration mehr für mich."

Haben Sie ein Lieblingsgericht?
Geschälte Erdäpfel vom Großvater am Sonntag um 11 Uhr mit Butter und Salz serviert.

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie gern einmal am Herd stehen?
Gemeinsam mit allen meinen ehemaligen Lehrherren.

Warum ist Koch Ihr Traumberuf?
Wegen der Vielseitigkeit und Kreativität.

Wer oder was hat Sie bei Ihrer beruflichen Entwicklung geprägt?
Meine Uroma, die selbst auch bereits Köchin war.

Quelle Mag. Anita Resch Public Relations

Veröffentlicht am 28.06.2011