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Wo die Liebe hintanzt

Wo die Liebe hintanzt

Am 15. November eröffnet der Broadway mit The Prom eine neue Show - und stößt zugleich die Debatte um gleichgeschlechtliche Beziehungen neu an (Foto ©: Nathan Johnson)




Gleich und gleich gesellt sich gern – oder vielleicht doch nicht? Was ist eigentlich „eine normale Beziehungskonstellation“ und wer hat das Recht, „normal“ zu definieren? Im neuen Musical The Prom, das am 15. November Premiere in New Yorks Longacre Theatre feiert, sind es die Eltern der Abschlussklässler einer Kleinstadt im US-Staat Indiana, die dieses „normal“ als klassisch verstehen, dieses klassisch als in Stein gemeißelt. Eine Cast aus insgesamt 27 Darstellern, darunter der für den Tony Award nominierte Brooks Ashmanskas, Tony Award Gewinnerin Beth Leavel sowie der zweimal für den Tony nominierte Christopher Sieber stellen in The Prom gemeinsam die Frage: Warum dürfen sich zwei Menschen desselben Geschlechts eigentlich nicht lieben?

Angetreten, um die neuen Broadway Stars zu werden, doch zum Scheitern verurteilt: Verzweifelt auf der Suche nach einem neuen Bühnenengagement hören vier Künstler von einem Eklat bei einem Abschlussball in einer kleinen Stadt. Da die Presse auch schon involviert ist, sieht das Quartett die Chance, das Thema zu beleuchten – und sich selbst. Die Eltern der Schüler wünschen sich eine konventionelle Veranstaltung, doch als eines der Mädchen ihre feste Freundin zum Ball mitbringt, eskaliert die Situation und die gesamte Stadt hat plötzlich ein Date mit dem Schicksal. Grund genug für die vom Broadway Geschassten, sich direkt einzumischen und die Welt von Grund auf zu verändern.

Eine große Bühne für ein Thema, das eigentlich gar keine große Bühne will? Möglicherweise ist Humor die einzig richtige Strategie, der Debatte entgegenzutreten, ist die Show doch trotz der tiefen Materie urkomisch gestrickt. „Komik erlaubt es uns, ernsten und ärgerlichen Situationen zu begegnen. Guter Humor kann einem Publikum vor Augen führen, wie lächerlich und absurd doch einige Dinge sind“, so Darstellerin Isabelle McCalla. Und Schauspiel-Kollegin Courtenay Collins ergänzt: „Das Publikum wird aus dem Lachen gar nicht mehr rauskommen. Manche wird es an ihre persönliche High-School Zeit erinnern und deren Emotionen zum Kochen bringen. Bei anderen wiederum wird es die harten Vorurteile, die durch Missverständnis und Angst entstanden sind, aufweichen.“

Die Zuschauer sollen das Theater glücklich verlassen, ihre Einstellung gegenüber Menschen, die anders sind als sie, überdenken, und sich mehr in Richtung Toleranz bewegen – so der Wunsch des Cast Mitglieds Brooks Ashmanskas. Und vielleicht ist deshalb genau dieser kleine Abschlussball ein großer Schritt, um die Welt zu verändern. Und falls nicht die Welt, dann immerhin all jene, die sich dieses Stück am Broadway ansehen werden.

Als Mitglied der The Broadway Collection gehört The Prom ab sofort zu New York Citys hoch angesehenen Musicals und Shows, die anhand ihrer unvergleichlichen Beliebtheit bei einem internationalen Publikum ausgewählt und von Broadway Inbound zusammengestellt werden. Die Tickets sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei Veranstalterpartnern von Broadway Inbound und The Broadway Collection erhältlich.

Quelle: Lieb Management & Beteiligungs GmbH

Veröffentlicht am 09.10.2018