Süddeutschland auf Familien-Pfaden entdecken

Andreas 23. Mai 2020 - 11:35

Raus an die frische Luft und rein ins Abenteuer Natur: Ob nun ein Ausflug zum Drachenblick, eine Tour in die schwäbische Hexenküche oder unterwegs zum Wildkatzen-Diplom, auf den Familien-Wanderwegen zwischen dem Schwarzwald und dem „Bayerischen Meer“ in den Voralpen gibt es Vieles zu entdecken.

 

Wandernd zum Wildkatzen-Diplom

Mit dem Qualitätsweg Wanderbares Deutschland mit dem Titel „familienspaß“ werden Groß & Klein im Nördlichen Schwarzwald zum Wildkatzen-Experten. Die rund sechs Kilometer lange Wanderung bei Bad Herrenalb führt Familien über Stock und Stein vorbei an verschiedenen Erlebnisstationen. Mit dem Smartphone erfahren Interessierte hier Spannendes rund um die scheuen und selten gewordenen Tiere. Wer aufmerksam zuhört und die Rätsel löst, erhält anschließend das Wildkatzen-Diplom und darf sich stolz als Experte einer der letzten Raubkatzen Europas ausweisen.

 

Mit Simon durch das ZweiTälerLand

Auf schlauen Pfaden sind Familien im ZweiTälerLand unterwegs. Auf den drei erlebnisreichen Simon’s Familienwanderwegen begleiten verschiedene Aktionselemente vom XXL-Hochsitz bis hin zur Schwarzwälderschinken-Bank die kleinen und großen Wanderer. Mit den leichten Rundtouren von zwei bis fünf Kilometern Länge lösen die Urlauber knifflige Rätsel, helfen dem Maskottchen Simon seinen Hut wieder zu finden oder begeben sich mit dem GPS-fähigen Gerät auf Schatzsuche. Dabei erfahren sie unter anderem auf dem Schlawinerweg Spannendes rund um den Wald und seine Tiere oder lassen sich den Belohnungskuchen auf dem Wunderfitzweg „schmecken“.

 

Besuch in der Hexenküche

Auf dem Albstädter Premiumspazierwanderweg „Traufgängerle Hexenküche“ erleben Groß & Klein ein zauberhaftes Abenteuer. Die etwa vier Kilometer lange knackige Kurzwanderung rund um den Ebinger Schlossberg führt Ausflügler über naturbelassene Pfade und vorbei an abwechslungsreichen Erlebnisstationen. So beobachten Neugierige die Wildschweine von der überdachten Aussichtsplattform aus, klettern durch ausgehöhlte Baumstämme oder bestaunen die geschnitzten Tierfiguren und das emsige Insektenhotel. Der Höhepunkt ist die namensgebende Hexenküche, eine Felsformation mir einer kleinen Höhle oberhalb von Albstadt. Hier toben die Kinder durch das steinige Portal und blicken hinter jeden Felsen – gespannt, ob die Hexe sich blicken lässt.

 

Ein Moor fürs Ohr

Mit der Bayerisch-Schwaben Lauschtour erkunden kleine und große Naturliebhaber das Leipheimer Moos. Die Hörwanderung führt Interessierte auf rund vier Kilometern durch das wiederbewässerte Moor – vorbei an Straußenfarm, Hochlandrindern, Windschutzhecken und über einen Bohlenweg. Auf spannend-humorvolle Art erklärt die Audiotour Wissenswertes über die mystische Landschaft und ihre Bewohner. So erfahren Ausflügler etwa was es mit dem Torfstechen auf sich hat oder auf welche faszinierenden Naturphänomene sie hier stoßen.

 

Wächterdrachen und Burgruinen: Drachenblick Wanderung in Pfronten

Ideal am Fuße der Allgäuer und Tiroler Alpen gelegen, eignet sich Pfronten im Allgäu ganzjährig als Ausgangspunkt für spannende Wanderungen mit der ganzen Familie. Auf der Talwanderung Drachenblick etwa geht es ab Pfronten durch die sanft hügelige Landschaft in das Berger Moos bis in die Nachbargemeinde Eisenberg mit dem Dorf Zell. Unterwegs verschaffen sich kleine und große Wanderer auf dem Aussichtsturm einen ersten Überblick auf die Pfrontener „Wächterdrachen“ Falkenstein und Kienberg. Die beiden Berge erhielten ihre Namen, weil sie mit etwas Fantasie an die Form von liegenden Drachen erinnern, die vor den Toren der Allgäuer Bergwelt wachen. Ziel der Wanderung sind die majestätischen Burganlagen Hohenfreyberg und Eisenberg. Dort erzählen zahlreiche Infotafeln und ein Burgenmuseum die Geschichte der Zwillingsruinen während der Schlossweiher zum Ausruhen einlädt.

 

Von einem Sagenbuch zum nächsten

Im Chiemsee-Alpenland begeben sich Familien am Hocheck auf aussichtsreicher Tour durch die regionale Mythen- und Sagenwelt. Entlang des circa drei Kilometer langen Rundwanderwegs erwarten sie spannende Geschichten rund um die Erzählungen von Brünnsteinhexe, Tatzelwurm und Brünnsteinzwergerl. Während die Kleinen mit Drehspiel und Ziegenstreicheln beschäftigt sind, genießen die Großen die beeindruckenden Ausblicke im Inntal sowie auf das idyllische Oberaudorf und den imposanten Brünnstein. Für alle Mutigen geht es anschließend auf der Sommerrodelbahn, mit dem „Oberaudorfer Flieger“ oder durch die neue Free-Fall-Röhrenrutsche rasant zurück ins Tal. Hinweis: Die aktuellen Betriebszeiten sind auf der Webseite der Bergbahnen Hocheck zu finden.

 

Auf geologischer Spurensuche

Der Rundwanderweg „Der Bürgerliche Landschaftsgarten“ im Felsenlabyrinth auf der Luisenburg im Fichtelgebirge verspricht einen erlebnisreichen Ausflug für die ganze Familie. Während des Aufstiegs in das größte Felsenlabyrinth Europas, passieren Wanderer teils enge Felsspalten, kleine Schluchten und beeindruckende Aussichtspunkte. Ein ganz besonderes Ereignis wartet kurz vor dem Gipfel – die Teufelstreppe. Diese abenteuerliche Wegführung mit 30 steinigen Stufen zwingt nahezu jeden Besucher dazu, sich zu Bücken. Der höchste Punkt, der Bundesstein mit Kreuz, bietet einen sehenswerten Ausblick.

 

Quelle: piroth.kommunikation GmbH

Fotos ©: 
Chiemsee-Alpenland Tourismus