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Starke Präferenz für Deutschlandurlaub

DRV unterstreicht Bedeutung des barrierefreien Reisens

Die Deutsche Reisebranche unterstützt die weitere Stärkung und Entwicklung des barrierefreien Reisens. „Gerade für den wachsenden Deutschland-Tourismus ist die Barrierefreiheit ein äußerst wichtiges Qualitätsmerkmal der Anbieter“, betont der Vorsitzende des Ausschusses Deutschland im Deutschen ReiseVerband (DRV), Martin Katz. Dass die Barrierefreiheit in den vergangenen Jahren im Deutschlandtourismus wesentlich an Bedeutung gewonnen hat, belegt eine kürzlich vorgestellt Studie. Das Institut für Geographie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) die „Erfolgsfaktoren und Entwicklung von Maßnahmen zur Qualitätssteigerung im barrierefreien Tourismus für Alle in Deutschland“ analysiert und dabei Trends und Potenziale im barrierefreien Tourismus herausgearbeitet und Vorschläge zur Qualitätssteigerung unterbreitet.

Die Studie belegt, dass Barrierefreiheit gerade für den Urlaub in Deutschland immer wichtiger wird – nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Gerade mobilitätseingeschränkte oder behinderte Reisende zeigen bei der Wahl ihrer Reiseziele eine starke Präferenz für Deutschland und sind im Vergleich zu anderen Reisegruppen sehr reisegebietstreu. Das belegen auch die Ergebnisse von innovativen Tourismuskonzepten und Qualitätsprogrammen im Deutschland-Tourismus. Barrierefreier Tourismus sei ein Thema mit Zukunft und weiterem Potential, ist DRV-Präsident Klaus Laepple überzeugt. Der Deutsche ReiseVerband ermutigt seine Mitgliedsunternehmen schon seit langem, entsprechende Angebote in den Markt zu stellen. Die im DRV vertretenen Reisebüros und Reiseveranstalter haben die Chancen, die sich aus den Reisewünschen von behinderten und mobilitätseingeschränkten Reisenden ergeben, erkannt und die Angebote stetig ausgebaut. Somit hat sich die Zahl der Reiseangebote sowie die Anzahl an Informationen über barrierefreie Urlaubsunterkünfte, Serviceeinrichtungen und Aktivitäten im In- und Ausland in den vergangenen Jahren vervielfacht.

In Reisekatalogen und auf Webseiten werden für die Gästegruppe spezifische Informationen über Ausstattung und Zugangsmöglichkeiten zu Urlaubsunterkünften, Fluss- und Kreuzfahrtschiffen oder Flugzeugen, der Bahn oder Hotels bereitgestellt. Im Reisbüro erhalten behinderte und mobilitätseingeschränkte Menschen darüber hinaus eine Vielzahl von Tipps und nützlichen Hinweisen. Die Reiseberater haben Zugriff auf relevante, von den Reiseveranstaltern hinterlegte Informationen und können darüber hinaus auch Preise und Leistungen unabhängig und im Sinne des Gastes vergleichen. Der barrierefreie Zugang zu Reiseinformationen im Internet ist dem DRV ein weiteres Anliegen.

Reiseveranstalter und Reedereien setzen mehr und mehr speziell geschulte Mitarbeiter in ihren Serviceteams ein, die auf die Bedürfnisse von Gästen mit eingeschränkter Mobilität eingestellt sind und diese bei Reiseplanung und Reisebuchung unterstützen. Die von der Politik angeregte Qualifizierung auf Seiten touristischer Anbieter für ein erfolgreiches Marketing im barrierefreien Tourismus werde bereits vermehrt – gerade auch seit der ersten BMWi-Studie zu diesen Thema im Jahr 2003 – umgesetzt. Insbesondere mit der EU-Verordnung 1107/2006, die es behinderten und mobilitätseingeschränkten Menschen ermöglicht eine qualitative und nahtlose Assistenz auf Flugreisen in Anspruch zu nehmen, hat sich der DRV intensiv auseinandergesetzt.

„Die Anregung des Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, Ernst Hinsken, das Thema noch stärker in die Aus- und Fortbildung im Tourismus zu integrieren, nehmen wir gerne auf. Barrierefreier Tourismus ist für die gesamte Reisebranche eine permanente Aufgabe und Herausforderung“, betont DRV-Präsident Klaus Laepple.

Quelle DRF

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Veröffentlicht am 23.09.2008