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Schloss Neuweier

Das Schloss Neuweier ist eine der wenigen erhaltenen Tiefburgen in Baden.

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     Foto: © Armin Röttele  

Ursprünglich als Wasserburg erbaut und zur Verteidigung eingerichtet. Die Anfänge des Herrenhauses, das sich vermutlich auf römische Anlagen erhebt, reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Damals hatten die Ritter zu Bach das Schloss zu Lehen. 1538 vererbte der letzte Ritter von Bach, den Besitz an seine, mit einem Cronberg vermählte Schwester. Durch sie ging der Besitz auf den Schwiegersohn ihrer Tochter, Philipp, Kämmerer von Worms, genannt von Dahlberg über. Dieser baute das Schloss 1548 - 1549 in seiner jetzigen Gestalt aus. Baumeister war Lux Rangelstein, dessen Steinmetzzeichen der Schlussstein im Kreuzgewölbe der Eingangshalle aufweist. Über der Rosette des Allianzwappens hat Philipp von Dahlberg einen Erinnerungsspruch einmeisseln lassen, der mit dem schönen Satz endet: „Zeyt brengt Rosen“

Mit dem Aussterben der Dahlbergs 1615, erbten die Gatten der letzten Töchter, Freiherr Eltz und Freiherr Knebel von Catzenelenbogen, das Schloss. welches später ganz in die Familie Knebel überging, die es bis 1816 bewohnte. Ein eigenes, erhaltenes Schloss-Archiv, dessen Urkunden bis auf das Jahr 1337 zurückreichen, eine Reihe von Ahnenbildern und alte Bücher erzählen die Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner, die alle eng verbunden waren mit dem Erzstift Mainz, bei dem sie bedeutende Ämter innehatten. Im Dreißigjährigen Krieg und in den französischen Raubritterkriegen des 17. und 18. Jahrhunderts wurde das Schloss des Öfteren schwer heimgesucht und sogar ein Flügel des Haupthauses niedergebrannt. Im 19. Jahrhundert dann wechselten mehrfach die Besitzer, bis das Haus mit seinen großen Weingärten 1897 an die Familie Rössler überging.

Geniessen im Schloss

Die im März 1984 verstorbene „Schlossherrrin“ Jacoba Stoltenberg-Rössler hatte den Wunsch, das jeder Besucher den köstlichen Schlosswein an Ort und Stelle geniessen kann. In den unteren historischen Räumen wurde zuerst eine Besenwirtschaft eingerichtet. Später dann erhielt man die Konzession für eine Speise- und Schankwirtschaft. Frau Stoltenberg verpachtete 1976 ihr Schlossrestaurant an den bekannten Gastronomen Walter Fritz, der 1982 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. 1983 bis 2002 führte die Familie Beck das Restaurant.

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     Foto: © Armin Röttele  

Liebe auf den ersten Blick war es für das Ehepaar Helmut und Gisela Joos, die jetzigen „Schlossherren“. Das komplette Anwesen wurde unter Ihrer Besitzerschaft vollständig renoviert. Seit September 2004 ist nun auch die Renovation des Restaurants abgeschlossen. Die Räume sind liebevoll und modern gestaltet, jedoch wurde die Atmosphäre des Schlosses erhalten. Armin Röttele und sein Team verwöhnen Sie mit einer leichten mediterranen Küche.

Quelle Familie Armin & Sabine & Lorenzo Röttele

Quelle: Autor:

Veröffentlicht am 14.01.2009