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Hannibal Gletscherschauspiel

Schauspieler der Kompanie lawine torrèn , Spitzensportler und Piloten sorgen im Gletscherschauspiel für Aufsehen während Hannibal und der römische Senat tanzen

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     Foto: © Ernst Lorenzi  

Hannibal, ein Manager, ein Diplomat? Auf jeden Fall ein genialer Feldherr! Er nahm den Alpen auf dramatische Weise den Nimbus der Unbezwingbarkeit und erntete dafür Bewunderung. Die Römer fragten „Wie sollen wir dem Herr werden, für den selbst die Alpen kein Hindernis sind? Stammt er direkt von Göttern ab?" Die Frage die wir uns 2000 Jahre später stellen: „Wie würden die Grenzen Europas heute aussehen, hätte Hannibal Rom besiegt?” Für die Römer bestand kein Zweifel, beeindruckt von den kriegerischen Finessen des karthagischen Feldherrn, war eine totale Niederlage der einzig mögliche Ausgang. Aber Hannibals Stärken waren vor allem geistiger Natur. Den Anschein zu erwecken als wolle er Rom gar nicht einnehmen, war Teil seiner Strategie. Er und die Seinen waren am Ende ihrer Kräfte. Die Belagerung der Stadt von kurzer Dauer und der vorzeitige Abzug eine widerstandslose Niederlage. Glaubte er, dass Rom ehrenhaft sein würde und sich die eigene Unterlegenheit, Ohmacht auch später einräumen wird? Wie etwa im Sport nach fairen Wettstreit?

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     Foto: © Jürgen Skarwan  

Sportler verschiedenster Kategorien tragen zum Erfolg des Gletscherschauspiels enorm viel bei. Das Konzept des Regisseurs Hubert Lepka verlangt in jeder Phase des Stückes Profis in ihrer Disziplin. Die Piloten der Flying Bulls zählen zweifelsfrei dazu: Red Bull Airrace Champion Hannes Arch in der Edge 540, Daniel Angerer im Alpha-Jet, Raimund Riedmann und Hans Pallaske in der B-25, geigten am Himmel als Herkules und Kämpfer vor Troja groß auf. Flottenchef Oberst Hannes Mittermaier in seiner Augusta Bell 212, sorgte für den spektakulären Flug der Venus aus dem fernen Gletscherbruch. Die wagemutige Eva Hager- Forstenlechner an einem dünnen Stahlseil hängend, schwebte in die Arena des Rettenbach Gletschers herein, um Aeneas zur Rede zu stellen. Dieser Aeneas, gespielt von Ekke Hager vergnügte sich im Bett mit der karthagischen Königin Dido, dargestellt von Marion Hackl, ganz entgegen dem Plan der Göttin. Snowbord-Ass Dieter Happ führte eine Gruppe von Spitzen Motocross Fahrern an, die genauso wie die Skidoo-Piloten als Hannibals Späher über den Gletscher rasten. Willi Schmidt, Österreichs Skidoo-Champion scharte die besten der Zunft um sich. Im zweihundert Mann starken Heer Hannibals, dargestellt durch die Skischulen Sölden, verstecken sich einige Skichampions. Die fliehenden Kameraden des Aeneas fielen in Form von Red Bull B.A.S.E. Jumpern vom Himmel. Cedric Dumont und Marco Waltenspiel schlüpften in diese spektakuläre Rolle. Die fliegenden Bullen wurden vom HSV Red Bull Salzburg gespielt, unterstützt von einer Armada von fünfzig Paraglidern und Speedflyern aus dem Alpenraum.

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     Foto: © Spöttel credit Ernst Lorenzi  

Die Traumtänzer und Schauspieler reisten aus den verschiedensten Ecken der Welt an, um am Rettenbach Gletscher in knapp 3000 m Höhe, Höchstleistung zu bringen. Die Römerin Lucia Riccelli, eine jener Damen, die in allen neun Aufführungen mitgewirkt hat, weiß wovon sie redet: „Es ist ein tolles Gefühl jedes Jahr wieder zu erleben wie wir Römer die Welt einst beherrschten!“ . Der New Yorker Chris Mongiardo spielte in der Serie „Sex in the City“ den Kellner, in Sölden spielt er die Doppelrolle des Hamilkar, also Hannibals Vater, und jene des bösen, kriegerischen Scipio. Donna Jewell aus New Mexiko ist für die Choreografie zuständig und als Moderatorin des TV Senders Karthago TV im Einsatz. Viel bewundert, aber ohne Starallüren sind die Elefanten, dargestellt von 23 Pistenbullies der Bergbahnen Sölden. Die Fahrer dieser zierlichen Kolosse sind allesamt Weltmeister ihres Faches und versetzten das Publikum mehr als eine Stunde lang in Staunen. Unglaublich wie graziös diese Maschinen von den Fahrern bewegt werden. Man kann sich vorstellen wie präzise gepflegt die Skipisten in Sölden den gesamten Winter über sind.

Die Gäste zu diesem Gletscherschauspiel versammelten sich anschließend in der Bulls Lounge um sich am karthagischen Buffet zu laben. Wein, Datteln, Olivenöl wurden direkt aus Tunesien eingeflogen, der damaligen Kornkammer Roms und Heimat Hannibals. Das Tunesische Fremdenverkehrsamt war mit Direktor Riadh Dkhili und Beatrice Chicanaux in Sölden vertreten, um erstmals zu erleben was die Ötztaler aus ihrem Hannibal gemacht haben. Skiass Günther Mader unterhielt sich mit Erfolgstrainer Rainer Gstrein und seinem ehemaligen Widersacher Bernhard Gstrein. Hannibal-Orga-Präsident Jack Falkner, bekam vom Euro 08 Chefmanager Martin Kallen, alles nur erdenklich Gute zu hören und der Schweizer staunte nicht schlecht was man auf einem Gletscher mit einem toll eingespieltem und bis in die Haarspitzen motiviertem Team alles auf die Beine stellen kann. Am Ende feierten und tanzten die VIP-Gäste und Schauspieler ausgelassen zu lautstarken Fanrufen: „Hannibal, Hannibal, Hannibal,...“ gerade so als wolle man jetzt noch eine Zugabe erwirken. Vielleicht nächstes Jahr? Ernst Lorenzi

Quelle Red Bull Hanga- 7 GmbH

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Veröffentlicht am 30.04.2009