top
RSS Icon

News


GaultMillau 2010 Österreich

Zum 31. Mal erscheint der GaultMillau Österreich – erstmals in einer erweiterten Fassung in Richtung Osten.

a_1974_tn_091105_539_Martina_Karl_Hohenlohe.jpg
     Foto: © Gault Millau  

Am 4. November 2009 wurde der neue GaultMillau im Wiener Haas-Haus präsentiert. 548 Seiten voller Genuss, von Vorarlberg bis Ungarn, von Wien bis Dubrovnik, von Salzburg bis Bozen. Die kulinarischen Eckpfeiler des GaultMillau Österreich wurden neu gesetzt: Erstmals berichten wir auch über die besten Restaurants in Prag, Budapest und Bratislava sowie über die empfehlenswertesten Hotels in diesen Städten.

An der österreichischen Spitze des Vier-Hauben-Rankings gibt es heuer keine Änderungen – erneut 19 von 20 Punkten erreichten Steirereck im Stadtpark (Wien), Hubertus (Filzmoos), Taubenkobel Walter Eselböck (Schützen) und das Restaurant Obauer (Werfen). Auffällig sind allerdings die Anwärter für diese Bestplatzierungen: Trotz strengster Kriterien wurden heuer insgesamt 11 Restaurants mit 18 Punkten bewertet, das ist ein Rekord und zeigt, dass die qualitative Tendenz in der österreichischen Gastronomie trotz Krise steigend ist. Immer mehr junge Köche – Andreas Döllerer, Alexander Fankhauser, Thomas M. Walkensteiner, Simon Taxacher, Thorsten Probost, Gerhard Fuchs, Thomas Dorfer, Silvio Nickol – stiegen in die Riege der besten Köche des Landes auf und weisen in eine verheißungsvolle Zukunft.

Ebenso erfreulich ist die Haubenstatistik unter den Neueinsteigern. Aus dem Stand auf 17 Punkten landeten Bobby Bräuer im Petit Tirolia in Kitzbühel und Didi Dorner mit seinem gleichnamigen Restaurant in Stainach. Meinrad Neunkirchner erreichte mit seinem Freyenstein (Wien, 18) 16 Punkte und den Finalist des GaultMillau-Newcomer-Wettbewerbs 2007, Stefan Lastin, erkochte in der Bentleys Stube in Zürs zwei gut abgesicherte Hauben mit ebenfalls 16 Punkten. Insgesamt 44 neue Haubenlokale wurden in den GaultMillau 2010 aufgenommen – darunter zwei mit 17 Punkten, zwei mit 16 Punkten, fünf mit 15 Punkten, 13 mit 14 Punkten und 22 mit 13 Punkten. Eine erfreuliche Leistung der österreichischen Gastronomie.

Der GaultMillau 2010 setzt seine kulinarischen Grenzen heuer weiter denn je: neben Südtirol und Kroatien findet der Genießer diesmal auch Empfehlungen in drei, wie wir finden, äußerst interessanten Städten – Prag, Budapest und Bratislava. Als bestes Restaurant in Bratislava wurde das Camouflage mit 15 Punkten und zwei Hauben bewertet. An der Spitze in Budapest stehen das Babel Restaurant in der Fußgängerzone (15 Punkte) und Fausto’s, ebenfalls im Zentrum, als bestes italienisches Restaurant der Stadt (15 Punkte). In Prag konnten die höchsten Bewertungen der drei neu aufgenommenen Städte erreicht werden: das Allegro im Four Seasons Hotel überzeugte mit seiner Leistung und steigt gleich mit 16 Punkten ein, ebenso wie das La Degustation Boheme Bourgeoise und das Le Grill im Kempinsky Prague Hotel (beide 16 Punkte).

GaultMillau 2010, € 32,-, erhältlich im Buchhandel und über www.gaultmillau.at

Wein, Bier, Schnaps, Fruchtsaft Die Qualitäten, die GaultMillau heuer verkostete, waren herausragend - und das, obwohl Pilzinfektionen, Kälteeinbrüche, Hagelstürme in bisher kaum dokumentiertem Ausmaß die vergangenen beiden Jahrgänge sicher weit entfernt von jeder Normalität definierten. Dass diese Anhäufung von Wetter-Extremen etwas mit dem Klimawandel zu tun haben könnte, darüber diskutieren Österreichs Winzerinnen und Winzer eigentlich nicht mehr – sie wissen es schon lange und stellen sich darauf ein. Sei es durch Bodendynamisierung und biologische oder biodynamische Wirtschaftsweise, zu denen wir heuer einen ungebrochen starken Trend bemerkten, sei es durch Konzipierung neuer Wein-Typen und besseres Verständnis der heimischen Terroirs.

Von den im Vergleich dazu wohl eher kurzfristigen Einflüssen der Wirtschaftskrise scheint Österreichs Weinbau einstweilen noch wenig betroffen zu sein, wenngleich die Bereitschaft, hochpreisige Luxus-Cuvées auf den Markt zu bringen, schon etwas gebremst erscheint. Aber das kann natürlich auch an den schwierigen Jahrgängen liegen.

Erstaunlich jedenfalls, dass heuer wieder etwa gleich viele Weine von den Gault Millau-Juroren für die Schlussverkostung nominiert wurden und wieder ungefähr gleich viele (ziemlich genau ein Drittel der in der ersten Runde mit 19 Punkten bewerteten Weine) Kandidaten diese hohe Wertung bei der wahrscheinlich strengsten Verkostung Blindverkostung, 16 Gault-Millau-Juroren, es zählt die Durchschnittswertung) des Landes bewähren konnten: 22 Weißweine (genauso viele wie im vergangenen Jahr), vier Rotweine, elf Süßweine.

Auszeichnungen
Wein-Talent 2009
Zweigelt, Best of 2007, Franz Landauer, Tattendorf

Wein des Jahres 2009
Gelber Traminer Spätlese Seindl 2008, Gießauf-Nell, Klöch

Schnaps des Jahres 2009
Marillenbrand, Abfindungsbrennerei Stix, Thiersee

Fruchtsaft des Jahres 2009
Traubensaft klar, Weingut Felberjörgl, Kitzeck im Sausal

Kürbiskernöl des Jahres 2009
Otto und Andrea Zurk, Weinbrug

Weitere Informationen

"Koch des Jahres 2010" ANDREAS DÖLLERER - Österreich
"Koch des Jahres 2010" Wahabi Nouri in Hamburg
GaultMillau 2010 Österreich
Ditmar Maier ist der Newcomer des Jahres 2009
Nils Henkel für Gault Millau „Koch des Jahres 2009“
GaultMillau 2009 Deutschland

Übersicht Guide Gault Millau

Quelle Redaktion Gault Millau

Quelle: Autor:

Veröffentlicht am 05.11.2009