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Eine perfekte Liaison von Talent & Passion - Jeunes Restaurateurs d’Europe

„Was die Kochkunst angeht, so kann Gott heute auch getrost in Deutschland leben“ – ein schönes und zutreffendes Zitat des französischen Champagnerbotschafters Henri François-Poncet, das auf kaum eine Gruppierung engagierter Köche besser passen könnte als auf die der „Jeunes Restaurateurs Deutschland“, die 1991 gegründet wurde. 25 deutsche Jungköche folgten damals überzeugt der europäischen Idee der Jeunes Restaurateurs d’Europe, die ihren Ursprung – wie könnte es auch anders sein – in Frankreich hat. Dort hatten sich bereits

1974 die ersten jungen Spitzenköche zusammengefunden und unter dem Patronat von Jacques Marnier-Lapostolle, Direktor des Hauses Grand Marnier, den Verband Jeunes Restaurateurs de France gegründet. Eine herausragende Idee, die schon bald über die Grenzen Frankreichs hinaus an Popularität gewann. Mittlerweile zählen zu den Jeunes Restaurateurs d’Europe junge

Spitzenköche aus neun europäischen Ländern: Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz und Spanien.

In Deutschland hat sich die Zahl der Mitglieder seit 1991 beinahe verdoppelt. Zwei talentierte Köchinnen und 47 männliche Kollegen tragen das Emblem der Jeunes Restaurateurs d’Europe Deutschland stolz auf ihren Kochjacken. Von Nord nach Süd verwöhnen sie Feinschmecker und Genießer mit individuellen kulinarischen Kreationen. Nach Rainer Wolter, dem Gründungspräsidenten, leiteten Otto Fehrenbacher, Hans Stefan Steinheuer und Harald Rüssel entscheidend die Geschicke der Jeunes Restaurateurs. Seit Januar 2007 hat

Alexander Herrmann das Zepter des Präsidenten in der Hand. Zusammen mit dem Vorstand und weiteren hervorragenden Kollegen im Rücken möchte er den Namen der Vereinigung weiter nach vorne bringen.

Eines der wichtigsten Ziele ist es, europaweit ein kulinarisches Netz für Gäste mit hohen Ansprüchen zu schaffen und diese mit immer neuen Kreationen und großen Klassikern zu verwöhnen. Talent und Passion haben sich die jungen Spitzenköche auf die Fahne geschrieben; sie fühlen sich als Europäer. Deshalb ist auch die Pflege der internationalen Kontakte zu Kollegen ein wichtiger Punkt, nicht zuletzt, um die Freundschaft unter den Mitgliedern zu intensivieren, Ideen auszutauschen und auf diesem Weg immer wieder neue Impulse zu erhalten, die vor allem dem Gast zugute kommen sollen. Es liegt den Jeunes Restaurateurs aber auch am Herzen, besonders die Mitarbeiter zu motivieren und zu fördern.

Zahlreiche Benefits und eine umfassende Qualifizierungssoffensive wurden hierfür geschaffen. Denn nur so können sie die Qualitätsstandards und Ideale dieses wunderbaren Berufs weitertragen und leben.

Zum Wohl der Gäste – mit Talent, Passion und Engagement.

Wie wird man Jeune Restaurateur?

Die Jeunes Restaurateurs sind keine Vereinigung, der man einfach beitreten kann. Zwei Wege bieten sich an. Zum einen kann ein Koch, der die Aufnahmekriterien erfüllt und sich mit der Philosophie der Jeunes Restaurateurs identifiziert, seine Absichtserklärung in schriftlicher Form an den Präsidenten richten. Zum anderen befassen sich alle Mitglieder der Vereinigung immer wieder mit dem Nachwuchs ihrer Region, beobachten die Szene und nominieren Kollegen als Kandidaten, die ihr Eigeninteresse dann aber auch noch einmal

deutlich zum Ausdruck bringen müssen.

Doch egal welcher Weg, folgende Kriterien müssen alle erfüllen:

Jung sein ist unverzichtbar Bei der Aufnahme in den Verband darf man nicht älter als 37 und nicht jünger als 25 Jahre sein.

Erfahrung muss sein

Ein junger Spitzenkoch muss bereits mehrere Jahre als selbstständiger Restaurateur gearbeitet haben, um nominiert zu werden.

Erfolg muss sein

Die erfolgreiche Arbeit des Koches muss sich auch schwarz auf weiß niederschlagen. Die Erwähnung in den einschlägigen Restaurantführern ist Voraussetzung für eine Nominierung.

Empfehlungen müssen sein

Aufgenommen wird schließlich nur, wer von mindestens zwei Mitgliedern der Jeunes Restaurateurs empfohlen wird.

Ein eigener Eindruck muss sein

Nach der Bewerbung wird diese durch den Vorstand geprüft. Mindestens zwei Kollegen besuchen den Jeunes Restaurateurs-Kandidaten, um vor Ort selbst einen Eindruck von der fachlichen und besonders auch von der menschlichen Seite des Bewerbers zu bekommen. Bei der Mitgliederversammlung geben die beiden Kollegen, die den Bewerber besucht haben, eine Stellungnahme ab. Danach entscheiden die Mitglieder in einer offenen Abstimmung über die Aufnahme. Die Jeunes Restaurateurs wählen ihre Mitglieder anhand strenger Richtlinien mit Bedacht aus, damit das von ihnen geforderte hohe Niveau ihres Verbandes erhalten bleibt. Mit dem 45. Lebensjahr kann die aktive Mitgliedschaft enden und ein Jeune Restaurateur wird zum „Membre d’honneur“ des Verbandes. Das Jeunes Restaurateurs-Schild am Restaurant bleibt erhalten, wird aber mit dem Zusatz „Membre d’honneur“ gekennzeichnet.

Seit 2004 besteht aber auch die Möglichkeit, ab dem 45. Lebensjahr per Abstimmung in das neu geschaffene Gremium „Table d’Honneur“ aufgenommen zu werden. Das Mitglied hat dann weiterhin alle Verpflichtungen eines aktiven Kollegen, jedoch als Gremium nur noch eine gemeinsame Stimme in der Mitgliederversammlung. So muss auf den großen Erfahrungs-schatz und das kollegiale Miteinander mit den Jeunes Restaurateurs über 45 Jahre keiner verzichten. Die Kollegen über 45 bleiben der Gruppe gerade als Table

d’Honneur-Mitglieder erhalten und sind besonders auch in der Nachwuchsförderung aktiv.

Ehrenmitglieder

An dieser Stelle seien auch die Ehrenmitglieder der Jeunes Restaurateurs Deutschland genannt. Sie sind fachliche Größen, Meister ihres Metiers und haben die Vereinigung über die Maßen unterstützt: ECKART WITZIGMANN, Jahrtausend-Koch, früher Restaurant Aubergine, München JÖRG MÜLLER, bedeutender Ausbilder für viele Jeunes Restaurateurs, Restaurant Jörg Müller, Westerland/Sylt GÜNTER SCHÖNEIS, ehemaliger kaufmännischer Direktor Moët-Hennessy, München, und Gründervater der Jeunes Restaurateurs Deutschland

Quelle Jeunes Restaurateurs

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Veröffentlicht am 17.06.2008