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Altenmarkt - ein Ort mit Vergangenheit

Altenmarkt kann als nachweislich älteste Siedlung und Mutterpfarre im Salzburger Ennstal auf eine lange und schwere, aber auch eine schöne und stolze Vergangenheit zurückblicken.

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     Foto: © TVB Altenmarkt  

Mit der Römerzeit tritt Altenmarkt aus dem Halbdunkel der Ur- und Frühgeschichte in das Licht der lebendigen Geschichte ein. Denn bereits in der römischen Straßenkarte findet man die Station Ani. Vermutlich hängt diese Ortsbezeichnung mit dem Namen der Enns, die Anius hieß, zusammen. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1074 im Schenkungsvertrag des Erzbischofs Gebhard an das Kloster Admont.

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     Foto: © TVB Altenmarkt  

Die folgenden Jahrhunderte gestalteten sich für Altenmarkt sehr wechselvoll. Anno 1289 wurde Altenmarkt als „antiquum forum Radstat“ bezeichnet. 1395 trug es bereits den Namen „Altenrastat“ und um 1500 den jetzigen Ortsnamen, allerdings mit der Schreibweise „Altenmarkht“. In den Bauernkriegen 1525/26 wurde der Ort mehrmals niedergebrannt. Besonders die Zeit der Emigration hinterließ tiefe Spuren und viele Protestanten mussten 1731/32 aus Glaubensgründen ihre Heimat verlassen. Die Höfe verwaisten und konnten erst nach und nach wieder besiedelt werden.

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     Foto: © TVB Altenmarkt  

Mit dem Bau der Kaiserin-Elisabeth-Bahn um 1875 trat ein wirtschaftlicher Aufschwung ein, der aber durch die Weltkriege bald zunichte gemacht wurde. Erste touristische Erfolge um 1930 fanden ebenfalls kriegsbedingt ein jähes Ende. Nach 1950 kam der Sommertourismus langsam in Gang. Durch die Ennstalboden-Entwässerung konnte wertvolles Bauland gewonnen werden und Ende der 60iger Jahre setzte ein wahrer Bauboom ein, dem ein gewaltiger Anstieg des Wintertourismus folgte. Durch weitsichtige Wirtschaftspolitik, wie die Ansiedlung der Skifabrik Atomic Anfang der 70iger Jahre und durch mutige Initiativen heimischer Fremdenverkehrspioniere stieg Altenmarkt innerhalb weniger Jahre zu den Top Ten der Salzburger Gemeinden auf, und zwar sowohl in seiner wirtschaftlichen als auch touristischen Bedeutung.

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     Foto: © TVB Altenmarkt  

In der Kirchengeschichte des Ortes spielt das gotische Gotteshaus, das um 1390 erbaut und 1418 der Mutter Gottes geweiht wurde, eine wichtige Rolle. Altenmarkt war der kirchliche Mittelpunkt des Ennstales und im ausgehenden Mittelalter ein bekannter Wallfahrtsort. Denn nach der Überlieferung erschien seinerzeit am westlichen Ortsausgang in der Astgabel einer Doppeltanne eine Marienstatue mit dem Jesuskind.

Heute erinnert noch eine ungefähre Nachbildung der hl. Maria mit dem Kinde am linken Seitenaltar der Pfarrkirche an „Unserer lieben Frau von der Tanne“.

Altenmarkt-Zauchensee

Quelle TVB Altenmarkt

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Veröffentlicht am 10.02.2009