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Brot-Hauptstadt Wien?

Brot-Hauptstadt Wien?

Die Nachricht, dass in Wien ein sensationelles Brot-Festival organisiert wird, hat sich rasch in alle Himmelsrichtungen verbreitet. Bei der diesjährigen "Kruste&Krume" sind nicht nur 27 Bäcker aus ganz Österreich anwesend, sondern auch Slow Food-Bäcker aus dem Piemont und aus der Slowakei. Was Barbara van Melle 2016 aus persönlicher Leidenschaft gegründet hat, wächst sich zu einem Riesenerfolg aus.




Brot-Hauptstadt Wien?Bestes Brot aus allen Himmelsrichtungen

Fast 30 Bäcker aus ganz Österreich haben Slow-Food Aktivistin Barbara van Melle und Bäckermeister Simon Wöckl für das diesjährige Brotfestival ausgewählt, viele davon sind noch Geheimtipps. Es sind Bäcker, die langsam geführtes und daher sehr zuträgliches Brot backen, die mit Produkten aus regionaler Herkunft arbeiten und alte Rezepte wieder aufleben lassen.
An ihren Ständen werden sie Brotspezialitäten und feine Backwaren im Rahmen eines grossen Brotmarktes anbieten. Vor allem jene Backwaren, die von Slow Food in die "Arche des Geschmacks" aufgenommen wurden - wie etwa das Pressburger Kipferl - werden in den Fokus gestellt, denn es sind Rezepte mit langer Tradition und internationaler Alleinstellung.

Mehl & More

Brotliebhaber, die gerne selbst backen, kommen bei Kruste & Krume voll auf ihre Rechnung. Denn die Grundlagen des Brotbackens werden im Detail aufgearbeitet. Das gesamte Obergeschoss des Kursalons wird den Zutaten und Arbeitsgeräten gewidmet sein. Verschiedenste Bäckermehle werden angeboten. Ausserdem werden unterschiedliche Getreide, Malze und Malzmehle, Hefen, Honige, Salze und Getreidemühlen zu erstehen sein. Bei einer Sauerteig-Börse können Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis ihre selbstgezüchteten Sauerteige tauschen und dabei Erfahrungen mitgeben und -nehmen. Für Jugendliche wird es ausführliche Informationen zur Bäckerlehre geben.
Um die Begriffe und Traditionen des Brotbackens besser verständlich zu machen, ist auch Österreichs erstes und einziges Brotmuseum bei Kruste&Krume vertreten: das Paneum - Wunderkammer des Brotes - aus Asten bei Linz wird anhand von historischen Exponate aus der Bäckerzunft die Ursprünge des österreichischen Brotbackens illustrieren.

Für mehr Bewegungsfreiheit: limitierte Eintrittstickets - und ein Kilo Bäckermehl

Der unglaubliche Run auf die Kruste&Krume-Festivals in den letzten beiden Jahren hat die Veranstalterin Barbara van Melle dazu veranlasst, ab diesem Jahr eine Eintrittsgebühr anzusetzen. Die Tickets sind ab sofort bei ntry.at zum Preis von 10 Euro erhältlich und sind in diesem Jahr limitiert, um den Gästen mehr Raum und Bewegungsfreiheit zu geben. Eventuelle Resttickets werden am 10. März an der Tageskasse um 15 Euro angeboten (Schüler, Studenten und Pensionisten um 10 Euro). Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Beim Verlassen des Festivals erhalten die Besucher im Austausch gegen ihr Ticket ein Kilo Bäckermehl zum Nachhause-Nehmen.

Das Mehl macht das Brot

Der beste Sauerteig kann nichts ausrichten, wenn das Mehl nicht passt. Deswegen wurden in diesem Jahr auch erstmals österreichische Kleinstmühlen eingeladen, sich beim Festival zu präsentieren. Sie bieten außergewöhnliche Spezialmehle zum Brotbacken an. So wird etwa die Forstner Mühle aus St. Marien in Oberösterreich dabei sein www.forstnermuehle.at, oder die Langer Mühle aus Ober-Grafendorf in Niederösterreich http://www.langer-muehle.at, oder die Demeter-zertifzierte Dyk Mühle aus Raabs/Thaya NÖ http://www.dyk-mill.com. Als Vertreter der großen österreichischen Mühlen ist die Ludwig Polsterer Mühle mit dabei. Sie wird mit ihrem Rössel Mehl www.roesselmehl.at die Backwerkstatt ausstatten, in der erstmals den ganzen Tag über nonstop Bäckerhandwerk gezeigt wird. Auch Demeter-zertifzierte Getreide-Bauern wie Martin Allram http://www.allramdaham.at kann man bei Kruste&Krume kennenlernen.

Während des Festivals am 10. März werden in diesem Jahr erstmals keine Workshops stattfinden. "Die Workshops und Seminare erfuhren extrem starke Nachfrage, der wir im Laufe eines Tages gar nicht Genüge tun konnten." erklärt Barbara van Melle, "wir haben sie aus diesem Grund ganz gestrichen und eröffnen dafür schon im Februar ein Brotbackstudio, in dem wir ganzjährig Seminare zum Brotbacken anbieten werden." Mehr dazu demnächst. bzw auf der Website www.krusteundkrume.at.

Spannende Bäcker:
Bäckerei Auer, Wien
Bäckerei Brandl, Oberösterreich
Bäckerei Bruckner, Niederösterreich
Stefano Bongiovanni, Piemont, Itlaien
Bäckerei Egger, Kärnten
Bäckerei Felber, Wien
Bäckerei Felzl, Wien
Jan Simunek, FantastiCo, Bratislava, Slowakei
Bäckerei Fröhlich, Oberösterreich
Bäckerei Geier, Wien
Bäckerei Gragger, Oberösterreich
Bäckerei Grimm, Wien
Bäckerei Hager, Niederösterreich
Bäckerei Itzlinger, Salzburg
Bäckerei Joast, Tirol
Bäckerei Kolm, Niederösterreich
Bäckerei Köck, Niederösterreich
Bäckerei Mann, Wien
Bäckerei MüllerGartner, Niederösterreich
Bäckerei Oberngruber, Oberösterreich
Bäckerei Öfferl, Niederösterreich
Boulangerie Paremi, Wien
Bäckerei Reichl (Dietmar Kappl), Oberösterreich
Bäckerei Ruetz, Tirol
Bäckerei Schmidl, Niederösterreich
Bäckerei Ströck, Wien
Bäckerei Szhin, Wien
Bäckerei Wienerroither, Kärnten

Kruste & Krume Brotfestival

Samstag, 10. März 2018
9 bis 19 Uhr
Kursalon Hübner
Im Stadtpark, Wien

Fotos ©: Lucas Lorenz

Quelle: Wine&Partners

Veröffentlicht am 18.01.2018